Pikante Luzern | Küchenchef
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Emilio Espinosa Schwarz hat genaue Vorstellungen, wie das Pikante soll: „Einladend, freundlich und familiär“. Der Gast soll sich in erster Linie wohl und willkommen fühlen. Er wolle keinen pseudomodernen „fusion food“ anbieten, der nicht halte, was er verspreche, sondern eine solide, aber zugleich moderne und kreative peruanische Küche basierend auf ihren besonderen Zubereitungsarten und traditionellen Zutaten – unter anderem Mais, Quinoa, Kartoffeln, Fisch, Bohnen, Koriander. „Aufbauend auf der klassischen andinen Küche will ich jedoch sehr wohl neue, spannende Kombinationen mit traditionellen und regionalen Produkten aus dem Alpenraum entwickeln“ .

Im gastronomischen Angebot des Pikante dürfe natürlich auch der Pisco (peruanischer Schnapps aus gebrantem Traubensaft) und darauf basierte Cocktails nicht fehlen. Emilio bietet, eine kleine, aber immer wieder wechselnde Karte im mittleren Preissegment und ebenso Mittag-Menus an. Vegetariern will er ebenso gerecht wie Fleischliebhabern. „Die moderne peruanische Küche in ihrer Vielfalt an Zutaten und Kombinationsmöglichkeiten bietet sich dafür gerade zu an“

Das Pikante ist für Emilio Espinosa-Schwarz weit mehr als eine weitere Station in seiner nunmehr 20-jährigen gastronomischen Laufbahn. Es ist sein Herzensprojekt. Luzern ist nach Wanderjahren in Peru, Chile, Mexiko und Italien der Ort, wo er sesshaft werden will.
Doch warum gerade Luzern, das bereits ein grosses kulinarisches Angebot hat und nicht unbedingt das beste Sprungbrett für eine internationale Kochkarriere bietet, wie vielleicht New York, Paris oder Bankok? „Zuerst einmal wollte ich vor allem zurück in die Schweiz, zu meinen Wurzeln“, sagt Espinosa-Schwarz. Sein Grossvater sei Schweizer gewesen, (Albert Schwarz) und in Lateinamerika ein erfolgreicher Hotelier und Gastronom geworden. „Ich mochte ihn sehr gerne. Jetzt möchte ich ihm hier in seinem Heimatland die Ehre erweisen“. Eigentlich habe er vorgehabt, in Zürich mit einem kleinen Restaurant zu starten, dann habe sich aber die Option mit dem Hotel Restaurant Rothaus in Luzern ergeben. „Ich bin überzeugt, dass auch Luzern ein sehr guter Standort zur Umsetzung meiner kulinarischen Ideen ist“.

 

Über Emilio. Aufgewachsen in Lima, Peru, begleitete Emilio Espinosa-Schwarz seine Mutter schon als Kind regelmässig auf den Wochenmarkt. Dort entstand seine Faszination für Geschmäcker, Zutaten und die peruanische Küche.

Als er seinen Eltern einige Jahre später gestand, dass er Koch und nicht, wie urspünglich geplant, Arzt werden wollte, waren diese zuerst alles andere als erfreut. Seiner Leidenschaft folgend ging Espinosa-Schwarz dennoch nach Santiago de Chile, um sich als Koch und Gastronom ausbilden zu lassen. Später erhielt er auch das Tourismus- und Hotelier-Diplom in Peru. 1996 eröffnete er sein erstes eigenes Restaurant („Donde Emilio“ in Chiclayo an der Nordküste Perus). Nach einigen Jahren zog es Espinosa Schwarz weiter nach Mexico, an einen Ort, von dem seine Mutter immer geschwärmt hatte. An der Playa del Carmen in Cancún war er in verschiedenen Resorts verantwortlich für die Gastronomie und eröffnete dort auch ein erstes für internationale Gäste ausgerichtetes peruanisches Restaurant. Bevor er im Dezember 2016 den Betrieb des Luzerner „Rothaus“ übernahm, arbeitete Espinosa Schwarz nach einem Abstecher nach Sardinien, wieder in Mexiko, zuletzt als Verantwortlicher für das biologische Restaurant des Rancho de la Puerta, ein weitherum bekanntes „Detox“ Resort unweit der Grenze zu San Diego in Kalifornien, USA.